Das sind Momente, von denen Organisatoren träumen - ein begeistertes Publikum und
Akteure, die sich dafür entschuldigen, dass sie diese tolle Veranstaltunsreihe vorher noch nicht kannten.
So geschehen beim elften Haard-Jazz am Dienstagabend, einmal mehr bei "Mutter Wehner". Rolf Zwirner's Swing Combo, angetreten um dem legendären Django Reinhardt anlässlich dessen 50. Todestages in diesem Jahr musikalischen Tribut zu zollen, mochte nicht glauben, was sie dort im vollbesetzten Saal der Waldgaststätte erlebte. Mitreißender "Zigeunerjazz", von Rolf Zwirner (Geige/Gitarre), Valeriu Coman (Geige), Gerhard Giel (Akkordeon), Thomas Philippi (Gitarre) und Jonas Lohse (Kontrabass) meisterlich zum Leben erweckt, ließ die Haard-Jazz-Freunde immer wieder spontanen Beifall spenden, was schließlich dazu führte, dass Publikum und Band sich gegenseitig anzufeuern schienen. Da mochte Zwirner (nicht ganz glaubhaft) klagen, dass man doch noch die weite Heimreise - die Gäste kamen sämtlich aus dem Rhein-Main-Gebiet - zu bewältigen habe - die Zugaben mussten sein. Am Ende hatten sich die Jazz-Freunde dreieinhalb Stunden Musik "erklatscht", die lediglich durch zwei kurze Pausen unterbrochen wurden. Das wunderbare Zusammenspiel der Band, das immer dann noch eine schier unvorstellbare Steigerung erfuhr, wenn sich die Musiker von den Noten lösten, um bekannten Songs neu zu interpretieren, machte den Abend zu einem unvergesslichen Hörgenuss. Czardaz-Klänge und "Hora-Swing", die der aus Moldavien stammende Geiger Valeriu Coman präsentierte, rundeten den Ausflug in die Welt des "Gypsy Swing" perfekt ab. - Ein musikalischer Abend, wie man ihn gerne häufiger erleben würde!
hes
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